Unsere Therapeuten
Line Petersen – Musiktherapeutin
Musik ist Balsam für die Seele und Erholung für den Geist
(Achim Schmidtmann)
Die Musik erreicht uns unmittelbar auf der emotionalen Ebene. Wenn Worte fehlen oder nicht mehr über die Sprache zum Ausdruck gebracht werden können, ermöglicht die Musik einen tiefen Zugang zu Gefühlen wie Freude, Dankbarkeit, Trauer und Angst. Die Musik öffnet einen Raum in welchen Gefühle und Emotionen einen Ausdruck finden und auch gehalten und begleitet werden können. Klänge und Musik können zu Entspannung körperlicher und seelischer Anspannungen verhelfen, zu Schmerzlinderung beitragen, erschwerte Atmung beruhigen etc.
Formen der Musiktherapie
In der rezeptive Musiktherapie spielt die Therapeutin beruhigende Klänge und Musik für den Hospizgast. Hierfür hat die Therapeutin verschiedene Instrumente zu Verfügung. In Abstimmung mit dem Gast und auch seinen Angehörigen wird auch auf die Lieblingsmusik und/oder Lieblingslieder des Gastes eingegangen. Da der Hörsinn als einer der letzten Sinne aktiv bleibt, wird die rezeptive Musiktherapie ebenso in der letzten Phase eingesetzt und kann beruhigend, tröstend und angstlösend für den betroffenen Menschen sowie auch seine Angehörigen wirken. Gäste, für welche es möglich ist, können die Musiktherapie aktiv mitgestalten. Dies kann durch gemeinsames Spielen von eigenen Instrumenten, leicht spielbare Instrumente aus dem Instrumentarium der Musiktherapie und das Singen gestaltet werden.
Ob rezeptive oder aktive Musiktherapie, sie kann zu einem inneren Wohlbefinden jenseits der körperlichen Beschwerden führen, sowie Erinnerungen an glückliche und gesunde Zeiten hervorrufen und somit den Gast im Inneren stärken.
Line Petersen
Musiktherapeutin
Dr. Silke Bentner mit Therapiehund Bosse
Seit September 2022 hat das Pforzheimer Hospiz einen tierischen Mitarbeiter: Cairn Terrier Bosse besucht jeden Dienstagnachmittag unsere Gäste und unterstützt mit viel Engagement und Freude bei der Arbeit die medizinische Behandlung.
Was bedeutet tiergestützte Therapie?
Hunde lösen bei Menschen immer Emotionen aus und wirken nachweislich positiv auf deren Gefühlswelt. Zudem helfen sie dabei, Verbindungen zu anderen Menschen herzustellen. Gäste des Hospizes können im spielerischen Umgang mit Bosse Gefühle wie Wertschätzung, Zuneigung und Glück wiederentdecken. Bosse ist wie alle Hunde unvoreingenommen und wertungsfrei und nimmt den Hospiz-Gast unabhängig von seiner körperlichen und seelischen Verfassung einfach an. Wichtig ist, dass der Patient offen ist für die tiergestützte Therapie, nicht allergisch reagiert und sich vorher mit dem Besuch von Bosse einverstanden erklärt hat.
Vorteile der tiergestützten Therapie
Physische Förderung
- Reduzierung des Blutdrucks und der Atemfrequenz
- Entspannung der Muskulatur und damit Verbesserung des Körpergefühls
- Kreislaufstabilisierung
- Verbesserung der Fein- und Grobmotorik
- Motivation zur Bewegung
Soziale Förderung
- durch Bosse wird eine positive Beschäftigung geboten, die dem Gast das Gefühl vermittelt, gebraucht zu werden
- sozial-emotionaler Austausch durch Beobachtung, streicheln, füttern und Dialogführung
- Bosse dient als Kommunikationsanlass und -inhalt
Geistige Förderung
- Motivation zur Reaktion
- Wahrnehmung und Aufnahmebereitschaft
- Motivation Anweisungen zu befolgen
- Beschäftigung und Ablenkung
- Förderung der Kommunikation
Seelische Förderung
- Stärkung des Selbstvertrauens
- Ablenkung vom Hospizalltag und der Krankheit
- bessere Krankheitsverarbeitung
- Entspannung und Stressreduzierung
- Empfinden von Vertrauen, Nähe und Geborgenheit
Hygienemaßnahmen der tiergestützten Arbeit
Es strenge Hygienebestimmungen für Bosse: Er muss ein tierärztliches Gesundheitsattest vorweisen und regelmäßig geimpft, entwurmt, gebadet und gebürstet werden. Vor und nach jedem Kontakt mit Bosse werden die Hände desinfiziert.



